6 Bausteine zum Erfolg

Hundeschule Oberursel Mensch-Hund-Beziehung

Die ganzheitliche Betrachtung...

 

Jeder der nachfolgenden Bausteine spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum eingespielten Mensch-Hund-Team. Die formale Erziehung ist hier nur ein Element unter mehreren. Vielmehr nimmt die Beziehung zwischen Mensch und Hund eine zentrale Position ein. Fehlt oder wackelt ein Element, kann das harmonische Miteinander ins Wanken kommen. Eine "Ausbesserung" ist empfehlenswert.

 

 

Die Beziehung...

 

Eine gute Mensch-Hund-Beziehung beruht auf klaren Strukturen und Regeln, an denen sich der Hund orientieren kann und auf einer Rollenverteilung, bei der der Mensch souverän führt und der Hund gerne folgt. Sie zeichnet sich aus durch gegenseitiges Vertrauen, eine sichere Bindung und einen hohen Stellenwert des Menschen für seinen Hund auch bei starken Ablenkungen des Alltags. Der Hund orientiert sich besonders in brenzlichen Situationen an seinem Menschen und vertraut auf seinen Schutz. Etwas spezieller betrachtet werden müssen in dem Zusammenhang sehr eigenständige Hunderassen, deren Zuchtbestimmung es nicht vorsah, sich stark auf den Sozialpartner Mensch einzulassen (z. B. Nordische Hunde, Herdenschutzhunde, auf extreme Selbständigkeit selektierte Jagdhunde). Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Insgesamt gilt aber: Je besser die Beziehung, umso erfolgreicher ist die Erziehung.

 

Die Erziehung...

 

Eine gute Erziehung basiert auf einer klaren Kommunikation und dem Verständnis für das Lernverhalten des Hundes. Motivation, Spaß und Interesse, Fairness, richtiger Einsatz von Lob und Tadel, Konsequenz, Ruhe und Bestimmtheit sind wichtige Elemente im Training. Rasse- und hundspezifische Besonderheiten sind zu berücksichtigen. Ziel ist ein Grundgehorsam, der auch unter starker Ablenkung zuverlässig abrufbar ist. Wobei der Hund keine Maschine ist und je nach Konstellation eine Erfolgsquote von 90 bis 95 % aus meiner Sicht durchaus respektabel ist.  

 

Die Sozialkompetenz...

 

In unserem zivilisierten Umfeld zeichnet einen gut erzogenen Hund nicht nur sein formaler Gehorsam aus. Soziale Kompetenz wird immer wichtiger. Diese basiert auf einer guten Sozialisation des Hundes, die gewährleistet, dass sich der Vierbeiner möglichst selbstbewusst und ohne unangemessene Ängste in sein zivilisiertes Umfeld integriert. 

Hier bekommt er das Rüstzeug, um sich möglichst ohne unangebrachte Aggression mit seinen Artgenossen zu verständigen. Soziale Kompetenz zeichnet sich aus durch einen respektvollen Umgang des Hundes mit anderen Menschen, Tieren und mit seiner Umwelt. Gutes Benehmen im Alltag und das Einhalten von "Individualdistanzen" sind wichtige Elemente. Das gilt natürlich ganz besonders auch für den Hundeführer als Entscheider, der für das Verhalten seines Hundes die Verantwortung trägt. 

 

Die Auslastung...

 

Ohne eine angemessene Auslastung wird der Hund leicht unausgeglichen und sucht sich sein Ventil dort, wo es seinem Menschen meist nicht lieb ist. Beim Erziehungstraining fehlt einem unausgeglichenen Hund oft die nötige Ruhe und Konzentration. Geistige und körperliche Auslastungsmodelle dienen dem Stress- und Frustrationsabbau des Vierbeiners. Sie helfen dabei, die natürlichen Triebe, wie z. B. das Jagen in sinnvolle Bahnen zu lenken. Zudem stärkt die aktive Beschäftigung mit dem Hund, wie kontrollierte Such- und Apportierspiele, Mantrailing, Longieren, Agility etc. die Beziehung und erhöht den Stellenwert, den der Mensch für seinen Hund einnimmt. Rasse- und hundspezifische Besonderheiten sind hierbei zu berücksichtigen. 

 

Hunde verstehen...

 

Hier sind verhaltensbiologische Grundlagen die Basis. Welche Bedürfnisse hat der Hund als soziales Rudeltier? Welche Funktion hat der Mensch als zweibeiniges Leittier? Welche Rechte und Pflichten ergeben sich daraus für Mensch und Hund? Wie lernt der Hund? Und vieles mehr. Die Kenntnisse beeinflussen maßgeblich den Erfolg der anderen fünf Bausteine. 

 

Klare Kommunikation...

 

Wissen über das Ausdrucksverhalten des Hundes und die wichtigen Elemente in der Mensch-Hund- Kommunikation helfen Missverständnisse zu vermeiden. Der für den Vierbeiner klar verständliche Einsatz von Laut- und Sichtsignalen, von Körpersprache, Mimik, Gestik, Stimme und Stimmung bzw. Energie sowie von Lob und Tadel gewährleisten den Lernerfolg des Hundes.

 

 

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