Einzeltraining - Junghunde

Alter: 5 Monate bis 2-3 Jahre

Erziehung Junghund

 

Ort...

Das Training findet im alltäglichen Umfeld statt.

 

Termine...

Nach Vereinbarung.

 

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Lern- und Trainings-Inhalte...

  • Grundgehorsam: 
    Motivierendes und verpflichtendes Lernen
    zu den Übungen: Rückruf, Abbruch, 
    Stehen bleiben, Abgeben (Futter, Spielzeug etc.), 
    Sitz, Platz, Bleib bis zur Freigabe,
    gute Leinenführung.
    Wichtig: Alle Signale werden mit sich ständig steigender Ablenkung geübt.
  • Übungen zur Festigung der Bindung und des Vertrauens zwischen Hund und seinem Menschen:
    Aufmerksamkeits- und Orientierungsübungen, Versteck-Spiele, richtiges Spielen, gemeinsam Abenteuer bestehen und Aufgaben lösen, Vermittlung von Sicherheit durch beschützende Präsenz im richtigen Augenblick, sich als Mensch für den Hund interessanter machen, Draußen-Fütterung,
    Themen: Führungsverantwortung, Schutzfunktion Mensch, Stimmungsübertragung, klare Kommunikation und Körpersprache und vieles mehr.
  • Sinnvolle Beschäftigung:
    Kontrolliertes Apportieren, Futterbeutel-Training, Suchspiele, Geruchsunterscheidung, Gegenstandssuche, Hindernis-Lauf, Balancieren etc.
  • Präventives Anti-Jagd-Training und Tipps zur Kontrolle und Kanalisierung von beginnenden Jagdverhalten je nach Veranlagung. Die frühzeitige Umlenkung in sinnvolles Alternativ-Verhalten zum richtigen Zeitpunkt unterstützt entscheidend die spätere Kontrolle von Jagdverhalten. Ein für den Hund positives Alternativ-Verhalten vermeidet möglichen Frust-Aufbau und dient als Ventil. Reizkontroll-Übungen mit Ersatz-Beute. Bewegungsraum-Kontrolle. Schleppleinen-Training. Aufbau von sinnvollen Beschäftigungsarbeiten als Ersatzhandlung und Fokussierung auf den Menschen.
  • Ruhe- und Entspannungsübungen:
    Insbesondere bei nervösen oder hyperaktiven Hunden sind zwischenzeitliche "Entschleunigungsphasen" wichtig.
  • Sozialverhalten und gutes Benehmen im Alltag:
    Lernen, dass forderndes oder respektloses Verhalten keinen Erfolg bringt. 
    Schulung der Frustrationstoleranz.
    Lernen, dass Individualdistanzen von Mensch und Tier zu respektieren sind.
    Fördern von sozialem Verhalten bei Begegnungen mit Artgenossen.
    Unterbinden von Mobbing und allzu rüpelhaftem Verhalten.
    Frühzeitiges Kontrollieren und Unterbinden von unangemessenen Aggressionsverhalten gegen Mensch und Tier.
    Kontrolle von sinnvollen Tabus: Anspringen, Betteln, Unrat fressen, unaufgeforderte Kontaktaufnahme zu fremden Menschen / insbesondere kleinen Kindern etc.
  • Zahlreiche Infos und Tipps zu den Bereichen:
    Ausdrucksverhalten des Hundes, Körpersprache und Stimme in der Mensch/Hund-Kommunikation, Hundebegegnungen, Führ-Signale, rassespezifische Besonderheiten, Alleine bleiben, Auto fahren u. v. m.
     
Sturm und Drang-Zeit beim Hund

Wichtiges zur Sturm und Drang-Zeit...

 

Mit 5 bis 6 Monaten beginnt die Rudel-ordnungsphase. In freier Natur werden die Kleinen jetzt ins Rudel integriert und ihre Positionen werden festgelegt. Sie gehen fortan gemeinsam mit den Elterntieren auf die Jagd, um von ihnen Disziplin und wichtige Fertigkeiten zu erlernen. Die Frage vom Hund "Wo ist mein Platz im Rudel?" sollte nun auch vom menschlichen Leittier klar beantwortet werden. Konsequenz, mentale Stärke und natürliche Autorität sind wichtige Messgrößen für den Hund, der in zahlreichen Situationen des Alltags versucht herauszufinden: Hat mein Mensch das Zeug zur Führungspersönlichkeit, kann ich mich bei ihm sicher fühlen? Oder muss ich die Position einnehmen?

 

Die vorwiegend spielerisch motivierende Erziehung im Welpenalter bildet eine gute Basis und sollte nun durch verpflichtende Übungen ergänzt werden. Und Vorsicht: Analog der Entwicklung in der freien Natur erwacht zwischen dem 5. und 8. Monat das Jagdverhalten. Zeitpunkt und Intensität sind von Rasse zu Rasse und von Tier zu Tier unterschiedlich. Der Hund beginnt z. B. mit dem Vorstehen, Anschleichen an und Jagen von Vögeln und anderen Tieren und Objekten, die sich schnell von ihm wegbewegen. Oder auch von Joggern, Radfahrern, Autos, rennenden Kindern etc. Hier ist präventives Anti-Jagd-Training ratsam. Das  Ausleben von jagdlichen Verhalten ist stark selbstbelohnend und sollte nicht erst gefördert, sondern schon im Ansatz kontrolliert und sinnvoll umgeleitet werden. Präventive Maßnahmen können entscheidend dazu beitragen, späteres unerwünschtes Jagen zu vermeiden. 

 

Mit 6 bis 12 Monaten kommt der Hund in die Pubertät, die bis zum zweiten oder dritten Lebensjahr anhalten kann. Kleine Rassen starten und enden früher, große Rassen später, auch innerhalb einer Rasse gibt es unterschiedliche Zeitfenster. Die Hündin wird zum ersten Mal läufig und der Rüde beginnt, das Bein zu heben. Während der Pubertät findet die zweite sensible Phase statt. Prägende Lernvorgänge werden nochmals "kontrolliert" und stabilisiert. Geschieht das nicht, kann bereits erfolgte positive Prägung wieder verloren gehen. Selbst aufgeschlossene und freundliche Hunde können dann auf einmal sensibel werden und sehr empfindlich auf Neues reagieren, seien es Menschen, Objekte oder Situationen. Einen Umzug, einen längeren Urlaub oder sonstige gravierende Veränderungen sollte man in dieser Zeit möglichst meiden.

 

Im Gehirn entstehen nun viele neue Nervenverknüpfungen. Man sollte sich also nicht wundern, wenn der Hund plötzlich ungewöhnlich renitent wird und Gelerntes scheinbar wieder vergessen hat. Nicht nur in der Hundewelt versucht sich der Halbstarke durch Schaukämpfe und Rüpeleien nun verstärkt zu profilieren. Regeln und Grenzen werden in Frage gestellt. Je vertrauensvoller und stabiler das Status-Verhältnis zwischen Mensch und Hund jetzt bereits ist, desto besser. Nun heißt es, ruhig bleiben, die Geduld nicht verlieren und Kommandos konsequent durchsetzen. Bindungsfördernde und vertrauensbildende Übungen sind jetzt von besonderer Bedeutung. Unfaires und allzu rüpelhaftes Verhalten gegenüber schwächeren Artgenossen sollte unterbunden werden, um ein Lernen am Erfolg zu verhindern und die soziale Kompetenz zu fördern. Ähnlich wie bei renitenten 

Menschen-Teenagern hilft hier viel positives Denken, Verständnis und Einfühlungsvermögen für diese Umbruch- und Selbstfindungsphase. Die Pubertät kann eine schwierige Prüfung sein, die Zwei- und Vierbeiner gemeinsam bestehen müssen und aus der sie, wenn sie es richtig anfangen, gestärkt hervorgehen. Zur Belohnung kommt die Investition später zigfach zurück.  

 

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